Tune2fs: Unterschied zwischen den Versionen
(Die Seite wurde neu angelegt: „=Anzeigen von Informationen= *Sie können '''tune2fs -l /dev/sdg''' verwenden, um detaillierte Informationen über das Dateisystem auf dem Gerät /dev/sdg anzu…“) |
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| − | = | + | Zeigt den Superblock-Inhalt: UUID, Label, Block- und Inode-Zahl, Features, Zähler und Prüfintervalle. |
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| − | * | + | ==Maximale Mount-Zahl bis zur Zwangsprüfung== |
| − | = | + | Nach so vielen Mount-Vorgängen erzwingt das System beim nächsten Start eine Prüfung mit <code>fsck</code>. Hier: alle 30 Mounts. |
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| − | = | + | Auf den meisten aktuellen Distributionen ist diese Zwangsprüfung abgeschaltet (Wert 0), weil ein fsck-Lauf beim Booten unerwünscht ist. Abschalten: |
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| + | Auch dieses Intervall ist meist auf 0 gesetzt. Abschalten: | ||
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| + | ==Größe des Journals festlegen== | ||
| + | Legt die Größe des Journals fest, hier 32 MiB. Das ist die Größe des Journals selbst, kein Cache. | ||
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| + | ==Journaling ein- oder ausschalten== | ||
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| + | Journaling ausschalten – das vorangestellte <code>^</code> entfernt ein Feature: | ||
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| + | ==Dateisystem-Label ändern== | ||
| + | Setzt das Label, über das die Partition auch in <code>/etc/fstab</code> als <code>LABEL=</code> angesprochen werden kann. | ||
| + | *tune2fs -L daten-platte /dev/sdg1 | ||
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| + | ==Für root reservierten Anteil ändern== | ||
| + | <code>-m</code> setzt den Prozentsatz der Blöcke, die dem Superuser vorbehalten bleiben (Vorgabe 5 %). Das ist '''nicht''' die Zahl der erlaubten Mounts – die regelt <code>-c</code>. Auf reinen Datenplatten kann man den Wert senken: | ||
| + | *tune2fs -m 1 /dev/sdg1 | ||
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| + | Denselben Anteil als feste Blockzahl statt in Prozent setzt <code>-r</code>. | ||
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| + | ==UUID ändern== | ||
| + | Setzt eine neue UUID; <code>random</code> würfelt eine. Nötig etwa, nachdem eine Platte geklont wurde und zwei Dateisysteme dieselbe UUID tragen. | ||
| + | *tune2fs -U random /dev/sdg1 | ||
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| + | ==Kontrolle== | ||
| + | Nach jeder Änderung lässt sich das Ergebnis wieder mit <code>-l</code> nachsehen. | ||
| + | *tune2fs -l /dev/sdg1 | ||
Aktuelle Version vom 19. August 2026, 17:07 Uhr
tune2fs ändert die Parameter eines bestehenden ext2/ext3/ext4-Dateisystems, ohne es neu anzulegen. Angewendet wird es auf die Partition, nicht auf ein gemountetes Verzeichnis. Die meisten Änderungen sind auch im eingehängten Zustand möglich; Ausnahmen nennt tune2fs selbst.
Anzeigen von Informationen
Zeigt den Superblock-Inhalt: UUID, Label, Block- und Inode-Zahl, Features, Zähler und Prüfintervalle.
- tune2fs -l /dev/sdg1
Maximale Mount-Zahl bis zur Zwangsprüfung
Nach so vielen Mount-Vorgängen erzwingt das System beim nächsten Start eine Prüfung mit fsck. Hier: alle 30 Mounts.
- tune2fs -c 30 /dev/sdg1
Auf den meisten aktuellen Distributionen ist diese Zwangsprüfung abgeschaltet (Wert 0), weil ein fsck-Lauf beim Booten unerwünscht ist. Abschalten:
- tune2fs -c 0 /dev/sdg1
Zeitintervall bis zur Zwangsprüfung
Prüfung nach einer festen Zeitspanne statt nach Mount-Zahl. Hier: alle zwei Monate (d Tage, w Wochen, m Monate).
- tune2fs -i 2m /dev/sdg1
Auch dieses Intervall ist meist auf 0 gesetzt. Abschalten:
- tune2fs -i 0 /dev/sdg1
Größe des Journals festlegen
Legt die Größe des Journals fest, hier 32 MiB. Das ist die Größe des Journals selbst, kein Cache.
- tune2fs -J size=32m /dev/sdg1
Journaling ein- oder ausschalten
Journaling einschalten (macht aus ext2 praktisch ext3):
- tune2fs -O has_journal /dev/sdg1
Journaling ausschalten – das vorangestellte ^ entfernt ein Feature:
- tune2fs -O ^has_journal /dev/sdg1
Dateisystem-Label ändern
Setzt das Label, über das die Partition auch in /etc/fstab als LABEL= angesprochen werden kann.
- tune2fs -L daten-platte /dev/sdg1
Für root reservierten Anteil ändern
-m setzt den Prozentsatz der Blöcke, die dem Superuser vorbehalten bleiben (Vorgabe 5 %). Das ist nicht die Zahl der erlaubten Mounts – die regelt -c. Auf reinen Datenplatten kann man den Wert senken:
- tune2fs -m 1 /dev/sdg1
Denselben Anteil als feste Blockzahl statt in Prozent setzt -r.
UUID ändern
Setzt eine neue UUID; random würfelt eine. Nötig etwa, nachdem eine Platte geklont wurde und zwei Dateisysteme dieselbe UUID tragen.
- tune2fs -U random /dev/sdg1
Kontrolle
Nach jeder Änderung lässt sich das Ergebnis wieder mit -l nachsehen.
- tune2fs -l /dev/sdg1