Tune2fs

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tune2fs ändert die Parameter eines bestehenden ext2/ext3/ext4-Dateisystems, ohne es neu anzulegen. Angewendet wird es auf die Partition, nicht auf ein gemountetes Verzeichnis. Die meisten Änderungen sind auch im eingehängten Zustand möglich; Ausnahmen nennt tune2fs selbst.

Anzeigen von Informationen

Zeigt den Superblock-Inhalt: UUID, Label, Block- und Inode-Zahl, Features, Zähler und Prüfintervalle.

  • tune2fs -l /dev/sdg1

Maximale Mount-Zahl bis zur Zwangsprüfung

Nach so vielen Mount-Vorgängen erzwingt das System beim nächsten Start eine Prüfung mit fsck. Hier: alle 30 Mounts.

  • tune2fs -c 30 /dev/sdg1

Auf den meisten aktuellen Distributionen ist diese Zwangsprüfung abgeschaltet (Wert 0), weil ein fsck-Lauf beim Booten unerwünscht ist. Abschalten:

  • tune2fs -c 0 /dev/sdg1

Zeitintervall bis zur Zwangsprüfung

Prüfung nach einer festen Zeitspanne statt nach Mount-Zahl. Hier: alle zwei Monate (d Tage, w Wochen, m Monate).

  • tune2fs -i 2m /dev/sdg1

Auch dieses Intervall ist meist auf 0 gesetzt. Abschalten:

  • tune2fs -i 0 /dev/sdg1

Größe des Journals festlegen

Legt die Größe des Journals fest, hier 32 MiB. Das ist die Größe des Journals selbst, kein Cache.

  • tune2fs -J size=32m /dev/sdg1

Journaling ein- oder ausschalten

Journaling einschalten (macht aus ext2 praktisch ext3):

  • tune2fs -O has_journal /dev/sdg1

Journaling ausschalten – das vorangestellte ^ entfernt ein Feature:

  • tune2fs -O ^has_journal /dev/sdg1

Dateisystem-Label ändern

Setzt das Label, über das die Partition auch in /etc/fstab als LABEL= angesprochen werden kann.

  • tune2fs -L daten-platte /dev/sdg1

Für root reservierten Anteil ändern

-m setzt den Prozentsatz der Blöcke, die dem Superuser vorbehalten bleiben (Vorgabe 5 %). Das ist nicht die Zahl der erlaubten Mounts – die regelt -c. Auf reinen Datenplatten kann man den Wert senken:

  • tune2fs -m 1 /dev/sdg1

Denselben Anteil als feste Blockzahl statt in Prozent setzt -r.

UUID ändern

Setzt eine neue UUID; random würfelt eine. Nötig etwa, nachdem eine Platte geklont wurde und zwei Dateisysteme dieselbe UUID tragen.

  • tune2fs -U random /dev/sdg1

Kontrolle

Nach jeder Änderung lässt sich das Ergebnis wieder mit -l nachsehen.

  • tune2fs -l /dev/sdg1