Openvas Config Port Lists

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Port Lists in GVM

Eine Port List legt fest, welche Ports der Scanner beim Erkennen von Diensten überhaupt anfasst. Sie wird im Target ausgewählt und ist der wirksamste Hebel für die Scandauer: Wer den Portbereich halbiert, halbiert grob auch die Laufzeit.

GVM bringt mehrere vordefinierte Listen mit. Eine eigene lohnt sich, wenn immer dieselben Dienste geprüft werden – etwa eine DMZ, in der nur Web- und Mailports offen sein dürfen. Dann ist der Scan schnell und der Report enthält nichts, was ohnehin nicht relevant ist.

Syntax der Port Ranges

Der Ausdruck besteht aus kommagetrennten Angaben. Ein vorangestelltes T: steht für TCP, U: für UDP; die Angabe gilt bis zum nächsten Präfix.

T:1-5,7,9,U:1-3,5,7,9

Weitere Beispiele:

T:1-65535                      alle TCP-Ports
T:22,25,80,443                 nur einzelne Dienste
T:1-1024,U:53,161              privilegierte TCP-Ports plus DNS und SNMP

Ohne Präfix wird TCP angenommen. Bei From file enthält die Datei denselben Ausdruck bzw. eine Angabe pro Zeile.

Felder im Dialog "New Port List"
Feld Wert Pflicht Anmerkung
Name z.B. DMZ Webdienste ja "Unnamed" ersetzen
Comment frei nein welcher Bereich abgedeckt wird
Port Ranges Manual oder From file ja Syntax siehe oben

Vordefinierte Listen

Liste Umfang Einsatz
All IANA assigned TCP ca. 5.000 Ports Voreinstellung im Target
All IANA assigned TCP and UDP zusätzlich UDP deutlich langsamer
All TCP and Nmap top 100 UDP 65.535 TCP vollständig, für gründliche Prüfungen
All privileged TCP 1–1023 schneller Überblick
OpenVAS Default engere Auswahl kurze Durchläufe

ℹ️ Hinweis: UDP-Scans sind aufwendig, weil geschlossene Ports meist gar nicht antworten und der Scanner auf Zeitüberschreitungen warten muss. Ein voller UDP-Bereich kann einen Scan um Stunden verlängern – für UDP daher gezielt einzelne Ports angeben statt Bereiche.

ℹ️ Hinweis: Ein häufiger Fehler: Der Dienst läuft auf einem Port außerhalb der gewählten Liste, etwa ein Webserver auf 8443. Der Scan meldet dann nichts, obwohl das System verwundbar ist. Vor dem Einengen der Portliste lohnt ein einmaliger Vollscan, um zu sehen, was tatsächlich lauscht.