/etc/fstab: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Xinux Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zeile 49: Zeile 49:
 
|}
 
|}
 
=Allgemeine Mount-Optionen=
 
=Allgemeine Mount-Optionen=
*[[Allgemeine Mount-Optionen]]
+
 
 +
*Es wurde der Parameter -o schon erwähnt. Hinter diesem können verschiedene Optionen für die zu mountende Partition angegeben werden.
 +
*Folgende Optionen gelten für alle Dateisystem-Typen:
 +
{| Border=1 Cellpadding=2
 +
|-
 +
! Option
 +
! Erklärung
 +
|-
 +
| atime
 +
| Immer wenn auf eine Datei zugegriffen wird, die atime auf aktuelle Zeit setzen (Standard)
 +
|-
 +
| auto
 +
| Diese Option nützt nichts an der Kommandozeile: steht diese Option jedoch in der /etc/fstab, dann wird diese Partition automatisch gemountet.
 +
|-
 +
| defaults
 +
| Benutzt automatisch die Optionen dev,suid,rw,exec,auto,nouser
 +
|-
 +
| dev
 +
| Gerätedateien werden interpretiert
 +
|-
 +
| exec
 +
| Starten von Binaries erlaubt
 +
|-
 +
| noatime
 +
| Die Zugriffszeit nicht updaten (Geschwindigkeitsgewinn)
 +
|-
 +
| noauto
 +
| Die Partition wird nicht automatisch gemountet (Das Gegenteil zu "auto").
 +
|-
 +
| nodev
 +
| Gegenteil zu dev
 +
|-
 +
| noexec
 +
| Gegenteil zu exec
 +
|-
 +
| suid
 +
| Erlaubt das Setzen von suid-Bits.
 +
|-
 +
| nosuid
 +
| Das Gegenteil zu suid
 +
|-
 +
| nouser
 +
| Die Partition darf nur von root gemountet werden
 +
|-
 +
| user
 +
| Die Partition darf von jedem gemountet werden
 +
|-
 +
| remount
 +
| Ein gemountetes Dateisystem unmounten und wieder mounten; wird oft zum Ändern der Optionen benutzt
 +
|-
 +
| ro
 +
| Die Partition wird nur lesbar gemountet
 +
|-
 +
| rw
 +
| Die Partition kann auch beschrieben werden
 +
|-
 +
| loop
 +
| Zum Mounten eines Loopbackdevices
 +
|-
 +
| bind
 +
| Ermöglicht das erneute Einbinden eines Verzeichnisses an einem anderen Ort im Dateisystem, wodurch es an beiden Stellen gleichzeitig sichtbar ist
 +
|-
 +
| acl
 +
| Erweiterte Access Listen aktivieren
 +
|}
 +
 
 
=Aufgaben=
 
=Aufgaben=
 
=Info=
 
=Info=

Version vom 20. August 2026, 05:24 Uhr

Zweck

  • Die Datei /etc/fstab enthält Mount-Optionen, Geräte und Mount-Punkte für Dateisysteme.
  • Sie ermöglicht das automatische Mounten von Dateisystemen beim Booten.
  • Benutzer können Dateisysteme mithilfe von /etc/fstab mounten.
  • In der Datei können verschiedene Einstellungen wie Mount-Optionen und Gerätedateien festgelegt werden.
  • Die Verwendung von /etc/fstab vereinfacht und automatisiert die Mount-Konfiguration.

Beispiel

  • cat /etc/fstab
proc            /proc           proc    defaults        0       0
UUID=581cc4b6-7c7a-4a57-8c85-a0941dbcfeae /               ext3    relatime,errors=remount-ro 0       1
UUID=5b8ed1c7-b16d-440c-bc36-7f66ce0131aa none            swap    sw              0       0
/dev/scd0       /media/cdrom0   udf,iso9660 user,noauto,exec,utf8 0       0
192.168.240.1:/export/share /export     nfs     defaults 0 0
  • Die sechs Felder werden durch Leerzeichen voneinander getrennt
  • Kommentare werden durch das Nummernzeichen # eingeleitet.

Bedeutung

Feld Bedeutung
Device Im ersten Feld wird die Gerätedatei oder die Netzwerkfreigabe angegeben,

für die der Eintrag gelten soll. Auch die Angabe der UUID ist möglich.

Mountpunkt Im zweiten Feld wird angegeben, auf welchem Verzeichnis die Partition

gemountet werden soll.

Typ Das dritte Feld ordnet der Partition oder dem Gerät einen Dateisystemtyp zu.
Optionen Im vierten Feld werden die Optionen eingetragen, mit denen das Dateisystem

gemountet werden soll. Es sind alle Optionen erlaubt, die auch bei der interaktiven Benutzung von mount akzeptiert werden. Das Feld kann eine Liste von mehreren, durch Kommata getrennten Optionen enthalten.

Dump Das fünfte Feld dient zur Markierung eines Dateisystems als Kandidat für die

Datensicherung durch das Systemprogramm dump. Mit dump können nur EXT2 Dateisysteme gesichert werden.

Check Mit dem sechsten Feld kann die Reihenfolge bestimmt werden, in der die Dateisysteme

beim automatischen Filesystemcheck während des Bootens geprüft werden. Das Rootfilesystem sollte hier als einziges mit der 1 gekennzeichnet werden, damit dessen Prüfung zuerst und allein erfolgt. Partitionen, die im sechsten Feld mit einer Null gekennzeichnet sind, werden nicht automatisch einem Filesystemcheck unterworfen.

Allgemeine Mount-Optionen

  • Es wurde der Parameter -o schon erwähnt. Hinter diesem können verschiedene Optionen für die zu mountende Partition angegeben werden.
  • Folgende Optionen gelten für alle Dateisystem-Typen:
Option Erklärung
atime Immer wenn auf eine Datei zugegriffen wird, die atime auf aktuelle Zeit setzen (Standard)
auto Diese Option nützt nichts an der Kommandozeile: steht diese Option jedoch in der /etc/fstab, dann wird diese Partition automatisch gemountet.
defaults Benutzt automatisch die Optionen dev,suid,rw,exec,auto,nouser
dev Gerätedateien werden interpretiert
exec Starten von Binaries erlaubt
noatime Die Zugriffszeit nicht updaten (Geschwindigkeitsgewinn)
noauto Die Partition wird nicht automatisch gemountet (Das Gegenteil zu "auto").
nodev Gegenteil zu dev
noexec Gegenteil zu exec
suid Erlaubt das Setzen von suid-Bits.
nosuid Das Gegenteil zu suid
nouser Die Partition darf nur von root gemountet werden
user Die Partition darf von jedem gemountet werden
remount Ein gemountetes Dateisystem unmounten und wieder mounten; wird oft zum Ändern der Optionen benutzt
ro Die Partition wird nur lesbar gemountet
rw Die Partition kann auch beschrieben werden
loop Zum Mounten eines Loopbackdevices
bind Ermöglicht das erneute Einbinden eines Verzeichnisses an einem anderen Ort im Dateisystem, wodurch es an beiden Stellen gleichzeitig sichtbar ist
acl Erweiterte Access Listen aktivieren

Aufgaben

Info

Bei Debian12 - Nach dem ändern der /etc/fstab
  • systemctl daemon-reload
ausführen

Aufgaben

  • Erstellen Sie auf /dev/sdc 4 Partionen
  • Formatieren Sie diese mit ext4 Standardeinstellungen
  • Legen sie folgende Verzeichnisse an
    • /mnt/media
    • /mnt/misc
    • /mnt/video
    • /mnt/docs
    • /mnt/share
  • Machen Sie folgende Einträge in die /etc/fstab
  • 1Partition - media kein Ausführen erlauben und acl
  • 2Partition - misc kein SUID Kein dev erlauben und ro
  • 3Partition - video kein automatisches Mounten
  • 4Partition - docs automatisches Mounten, user soll mounten können

Fleissaufgabe

  • Erstellen Sie eine leere Date von 2GB
  • Formatieren Sie diese
  • Hängen Sie diese in der /etc/fstab an share