Ext4 erstellen eines Dateisystem: Unterschied zwischen den Versionen

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=Allgemein=
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==Allgemein==
*mkfs.ext4 /dev/sdg
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<code>mkfs.ext4</code> legt ein ext4-Dateisystem auf einer Partition oder einem Gerät an. Der Aufruf ohne Optionen genügt für den Normalfall – Blockgröße, Anzahl der Inodes und die übrigen Kennwerte werden aus der Gerätegröße abgeleitet.
<pre>
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mke2fs 1.47.0 (5-Feb-2023)
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'''Achtung:''' <code>mkfs.ext4</code> fragt nicht nach und überschreibt ein vorhandenes Dateisystem sofort. Das Ziel muss die gewünschte Partition sein (z. B. <code>/dev/sdg1</code>), nicht die ganze Platte, außer man will das Dateisystem wirklich ohne Partitionstabelle direkt aufs Gerät legen.
Discarding device blocks: done                           
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Creating filesystem with 2621440 4k blocks and 655360 inodes
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=Ein ext4-Dateisystem anlegen=
Filesystem UUID: 1b40fc1f-21dd-497e-9266-454f206f67b2
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*mkfs.ext4 /dev/sdg1
Superblock backups stored on blocks:  
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32768, 98304, 163840, 229376, 294912, 819200, 884736, 1605632
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mke2fs 1.47.0 (5-Feb-2023)
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Creating filesystem with 2621440 4k blocks and 655360 inodes
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Filesystem UUID: 1b40fc1f-21dd-497e-9266-454f206f67b2
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Superblock backups stored on blocks:  
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32768, 98304, 163840, 229376, 294912, 819200, 884736, 1605632
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Allocating group tables: done                           
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Writing inode tables: done                           
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Creating journal (16384 blocks): done
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Writing superblocks and filesystem accounting information: done
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Aus der Ausgabe lässt sich schon einiges ablesen: die Blockgröße (4k), die Zahl der Blöcke und Inodes, die UUID und die Blöcke, auf denen die Superblock-Kopien liegen – genau die aus dem Artikel zum Dateisystem-Aufbau.
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==Wichtige Optionen==
  
Allocating group tables: done                           
 
Writing inode tables: done                           
 
Creating journal (16384 blocks): done
 
Writing superblocks and filesystem accounting information: done
 
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=Optionen=
 
 
{| class="wikitable"
 
{| class="wikitable"
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! Option !! Erklärung
 
|-
 
|-
! Option !! Erklärung
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| <code>-b BLOCKSIZE</code> || Blockgröße in Byte: 1024, 2048 oder 4096
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| <code>-L LABEL</code> || Volume-Label setzen
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| <code>-U UUID</code> || UUID setzen (<code>random</code> für einen Zufallswert)
 
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| -b blocksize || Legt die Blockgröße für das Dateisystem fest.
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| <code>-N ANZAHL</code> || feste Anzahl der Inodes
 
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| -E extended-option || Legt erweiterte Optionen für das Dateisystem fest.
+
| <code>-i BYTES</code> || ein Inode je so viele Byte – je größer der Wert, desto weniger Inodes
 
|-
 
|-
| -L volume-label || Setzt das Volumenlabel für das Dateisystem.
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| <code>-m PROZENT</code> || für root reservierter Anteil (Vorgabe 5 %)
 
|-
 
|-
| -m reserved-blocks-percentage || Legt den Prozentsatz reservierter Blöcke für das Dateisystem fest.
+
| <code>-T TYP</code> || Verwendungszweck: <code>small</code>, <code>floppy</code>, <code>news</code> u. a. – steuert die Inode-Dichte
 
|-
 
|-
| -N number-of-inodes || Legt die Anzahl der Inodes für das Dateisystem fest.
+
| <code>-E OPTION</code> || erweiterte Optionen, z. B. <code>-E lazy_itable_init=0</code>
 
|-
 
|-
| -T usage-type || Legt den Verwendungszweck des Dateisystems fest.
+
| <code>-O FEATURE</code> || Feature ein- oder ausschalten, z. B. <code>-O encrypt</code> oder <code>-O ^has_journal</code>
 
|-
 
|-
| -U UUID || Setzt die UUID für das Dateisystem.
+
| <code>-n</code> || nichts anlegen, nur anzeigen, was geschähe (u. a. die Lage der Superblock-Kopien)
 
|}
 
|}
=Beispiele=
+
 
==mit festgelegter Block Größe (1024, 2048 oder 4096 Bytes pro Block)==
+
<code>-N</code> und <code>-i</code> steuern beide die Zahl der Inodes, aber auf verschiedene Weise: <code>-N</code> gibt die Zahl direkt vor, <code>-i</code> gibt an, für wie viele Byte Nutzdaten ein Inode angelegt wird. Beides zusammen anzugeben ergibt keinen Sinn.
*mkfs.ext4 -b 2048 /dev/sdg
+
 
==mit festgelegter Anzahl der Inodes==
+
==Beispiele==
*mkfs.ext4 -N 3072 /dev/sdg
+
 
==mit Disklabel==
+
===Mit festgelegter Blockgröße===
*mkfs.ext4 -L daten-platte  /dev/sdg
+
Erlaubt sind 1024, 2048 oder 4096 Byte pro Block.
==mit festgelegten Bytes pro Inode==
+
*mkfs.ext4 -b 2048 /dev/sdg1
(je größer die Zahl, desto weniger Inodes werden erstellt)
+
 
*mkfs.ext4 -i 1024  /dev/sdg
+
===Mit fester Anzahl der Inodes===
==mit UUID==
+
*mkfs.ext4 -N 3072 /dev/sdg1
*mkfs.ext4 -U 3c52166d-7803-42f4-952a-88bf43e11268 /dev/sdg
+
 
==mit festgelegtem Speicherbereich für den Super User in Prozent (Standardwert 5%)==
+
===Mit Byte pro Inode===
*mkfs.ext4 -m 20  /dev/sdg
+
Je größer die Zahl, desto weniger Inodes werden angelegt.
 +
*mkfs.ext4 -i 1024 /dev/sdg1
 +
 
 +
===Mit Volume-Label===
 +
*mkfs.ext4 -L daten-platte /dev/sdg1
 +
 
 +
===Mit vorgegebener UUID===
 +
*mkfs.ext4 -U 3c52166d-7803-42f4-952a-88bf43e11268 /dev/sdg1
 +
 
 +
===Mit geändertem Reservat für root===
 +
Standard sind 5 %. Auf reinen Datenplatten ohne Systemdateien kann man den Wert senken.
 +
*mkfs.ext4 -m 1 /dev/sdg1
 +
 
 +
===Nur anzeigen, nichts schreiben===
 +
Zeigt die geplanten Kennwerte und die Lage der Superblock-Kopien, ohne die Platte zu verändern.
 +
*mkfs.ext4 -n /dev/sdg1
 +
 
 +
==Kontrolle nach dem Anlegen==
 +
Die Kennwerte des fertigen Dateisystems zeigt <code>dumpe2fs</code> im Kopfbereich.
 +
*dumpe2fs -h /dev/sdg1

Aktuelle Version vom 19. August 2026, 17:05 Uhr

Allgemein

mkfs.ext4 legt ein ext4-Dateisystem auf einer Partition oder einem Gerät an. Der Aufruf ohne Optionen genügt für den Normalfall – Blockgröße, Anzahl der Inodes und die übrigen Kennwerte werden aus der Gerätegröße abgeleitet.

Achtung: mkfs.ext4 fragt nicht nach und überschreibt ein vorhandenes Dateisystem sofort. Das Ziel muss die gewünschte Partition sein (z. B. /dev/sdg1), nicht die ganze Platte, außer man will das Dateisystem wirklich ohne Partitionstabelle direkt aufs Gerät legen.

Ein ext4-Dateisystem anlegen

  • mkfs.ext4 /dev/sdg1
mke2fs 1.47.0 (5-Feb-2023)
Creating filesystem with 2621440 4k blocks and 655360 inodes
Filesystem UUID: 1b40fc1f-21dd-497e-9266-454f206f67b2
Superblock backups stored on blocks: 
	32768, 98304, 163840, 229376, 294912, 819200, 884736, 1605632
Allocating group tables: done                            
Writing inode tables: done                            
Creating journal (16384 blocks): done
Writing superblocks and filesystem accounting information: done

Aus der Ausgabe lässt sich schon einiges ablesen: die Blockgröße (4k), die Zahl der Blöcke und Inodes, die UUID und die Blöcke, auf denen die Superblock-Kopien liegen – genau die aus dem Artikel zum Dateisystem-Aufbau.

Wichtige Optionen

Option Erklärung
-b BLOCKSIZE Blockgröße in Byte: 1024, 2048 oder 4096
-L LABEL Volume-Label setzen
-U UUID UUID setzen (random für einen Zufallswert)
-N ANZAHL feste Anzahl der Inodes
-i BYTES ein Inode je so viele Byte – je größer der Wert, desto weniger Inodes
-m PROZENT für root reservierter Anteil (Vorgabe 5 %)
-T TYP Verwendungszweck: small, floppy, news u. a. – steuert die Inode-Dichte
-E OPTION erweiterte Optionen, z. B. -E lazy_itable_init=0
-O FEATURE Feature ein- oder ausschalten, z. B. -O encrypt oder -O ^has_journal
-n nichts anlegen, nur anzeigen, was geschähe (u. a. die Lage der Superblock-Kopien)

-N und -i steuern beide die Zahl der Inodes, aber auf verschiedene Weise: -N gibt die Zahl direkt vor, -i gibt an, für wie viele Byte Nutzdaten ein Inode angelegt wird. Beides zusammen anzugeben ergibt keinen Sinn.

Beispiele

Mit festgelegter Blockgröße

Erlaubt sind 1024, 2048 oder 4096 Byte pro Block.

  • mkfs.ext4 -b 2048 /dev/sdg1

Mit fester Anzahl der Inodes

  • mkfs.ext4 -N 3072 /dev/sdg1

Mit Byte pro Inode

Je größer die Zahl, desto weniger Inodes werden angelegt.

  • mkfs.ext4 -i 1024 /dev/sdg1

Mit Volume-Label

  • mkfs.ext4 -L daten-platte /dev/sdg1

Mit vorgegebener UUID

  • mkfs.ext4 -U 3c52166d-7803-42f4-952a-88bf43e11268 /dev/sdg1

Mit geändertem Reservat für root

Standard sind 5 %. Auf reinen Datenplatten ohne Systemdateien kann man den Wert senken.

  • mkfs.ext4 -m 1 /dev/sdg1

Nur anzeigen, nichts schreiben

Zeigt die geplanten Kennwerte und die Lage der Superblock-Kopien, ohne die Platte zu verändern.

  • mkfs.ext4 -n /dev/sdg1

Kontrolle nach dem Anlegen

Die Kennwerte des fertigen Dateisystems zeigt dumpe2fs im Kopfbereich.

  • dumpe2fs -h /dev/sdg1